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Circular Walk & Talk: Vom MORINGA-Haus zum Elbtower

Bei spätsommerlichen Bedingungen machten sich rund 20 Teilnehmende gemeinsam mit Architects for Future und Tower to the People auf den Weg durch die HafenCity. Der „Circular Walk & Talk“ führte von der Baustelle des MORINGA-Hauses über den Amerigo-Vespucci-Platz mit Blick auf den Elbtower bis zu einer abschließenden Fachdiskussion im EDGE ElbSide.

Zirkuläres Bauen in der Praxis

Im MORINGA-Haus erhielten wir Einblicke in die konkrete Umsetzung zirkulären Bauens. Im Mittelpunkt standen ein langfristig flexibles Tragwerk, schadstoffgeprüfte Materialien, demontierbare Bauteile und Rücknahmesysteme der Hersteller im. Deutlich wurde dabei auch, wie anspruchsvoll die Umsetzung insbesondere bei der technischen Gebäudeausrüstung ist.

Den Elbtower als Ausgangspunkt verstehen

Der anschließende Blick auf den Elbtower eröffnete eine spannende Analogie: Auch dort steht bereits ein Stahlbetontragwerk. Statt den Rohbau ausschließlich als Symbol des Scheiterns zu betrachten, lässt er sich deshalb auch als Ausgangspunkt verstehen – für flexible Ausbauten, neue Nutzungen und eine zirkuläre Weiterentwicklung.

Was kann der Elbtower vom MORINGA lernen? Vor allem, dass die langfristige Qualität eines Gebäudes nicht nur durch seine erste Nutzung bestimmt wird. Entscheidend ist auch, wie gut es Veränderungen ermöglicht und wie verantwortungsvoll mit den verbauten Ressourcen umgegangen wird.

Ein offenes Wohnzimmer für Hamburg

Im EDGE ElbSide diskutierte die Gruppe anschließend über Nutzungskonzepte, Bauteil-Leasing, einen zirkulären Showroom und die Vision eines Elbtowers als offenes „Wohnzimmer der Stadt“.

Dabei ging es nicht nur um Architektur. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ein Ort entstehen kann, an dem Menschen zusammenkommen, Wissen teilen und gemeinsam neue Formen des Wirtschaftens erproben.

Gemeinsam weiterdenken

Unser besonderer Dank gilt der Baufirma LUPP, die uns den Zugang zur Baustelle ermöglicht hat, sowie dem Team von EDGE ElbSide, das uns seine Räume für unseren TTTP-Vortrag zur Verfügung gestellt hat. Ebenso danken wir Architects for Future und allen Teilnehmenden für die Fragen, Impulse und Gespräche.

Der Walk hat gezeigt: Das Wissen, die Ideen und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit sind vorhanden. Was es jetzt braucht, sind mutige Entscheidungen und Raum für neue, gemeinwohlorientierte Modelle.